Studie sieht Potential für bis zu 8 Mio E-Autos bis 2030 in Deutschland.

Foto: Tesla Website Screenshot – Begehrtes E-Auto

Wer denkt noch an die Prophezeiungen der Bundesregierung in Punkto Elektromobilität? Eine Millionen Elektroautos soll es in Deutschland bis ins Jahr 2020 geben, koste es, was es wolle!! Die Elektroprämie soll es richten. Wem das noch immer nicht genug ist, der kann sogar auf eine Steuerbefreiung für sein Elektroauto bestehen.

Elektroprämie bleibt erfolglos und greift nicht.

Doch die Elektroprämie bleib weitgehend erfolglos. Die deutschen Autofahrer haben kein Interesse an finanziellen Anreizen, sondern scheinbar ganz andere Sorgen im Zusammenhang mit den elektrischen Antrieben in Fahrzeugen. Legt man nämlich verschiedenste Umfragen zugrunde, dann besteht durchaus ein Interesse am lautlosen und (vordergründig) sauberen E-Auto.  Der Preis, den man dann – etwa für einen luxuriösen Tesla – auf den Tisch des Autohauses legen müsste, scheint dabei kaum ein Hinderungsgrund zu sein. Vielmehr stört die E-Interessenten das Gefühl, dass in Deutschland kaum irgendwo eine Ladesäule vorzufinden ist, was etwas das Reisen mit einem E-Fahrzeug so gut wie unmöglich macht. Auch die Unsicherheit mit dem E-Auto plötzlich irgendwo zu stranden wird für das verhaltene Wachstum der E-Fahrzeuge entscheidend sein. Selbst in so einer mondänen Stadt wie Düsseldorf in der der Begriff  „Luxusautoankauf Düsseldorf“ bei Google häufig ins Suchfeld getippt wird, ist mit Tesla Autos verhältnismäßig wenig gesegnet (Im Vergleich etwa zu Amsterdam) .

Studie sieht Potential für bis zu 8 Millionen E-Fahrzeuge bis 2030 in Deutschland – Wenn die Ladeinfrastruktur verbessert würde.

In der heute veröffentlichten Studie „Ladeinfrastruktur als Enabler der Elektromobilität“ prognostiziert Prof. Horst Wildemann für 2030 ein Marktpotenzial von insgesamt rund 4,7 Millionen Ladesäulen in Deutschland. Davon werden 2,5 Millionen an privaten Standorten installiert sein, knapp 2,2 Millionen – darunter über 200.000 Schnellladesäulen – an öffentlichen und halböffentlichen Standorten wie Autobahnraststätten, Einkaufszentren, Parkplätzen und -häusern benötigt. Verglichen mit den heute verfügbaren 4.730 öffentlichen Ladestationen mit insgesamt 10.700 Ladepunkten bedeutet das eine enorme Steigerung.

Die umfassende Verfügbarkeit von Ladestationen ist der entscheidende Faktor, um die Zahl der derzeit rund 130.000 in Deutschland zugelassenen Elektro- und Hybridfahrzeuge zu erhöhen. Der Studie zufolge werden bis 2030 Investitionen in Höhe von bis zu 11 Milliarden Euro nötig sein, um die bestehenden Niederspannungsnetze auf die künftigen Anforderungen dieser Ladeinfrastruktur vorzubereiten.

„Eine landesweit flächendeckende Ladeinfrastruktur ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für den wünschenswerten Ausbau der Elektromobilität“, sagte Prof. Wildemann. „Wir brauchen mehr Elektromobilität, um unsere Klimaziele zu erreichen und den Kohlendioxidausstoß langfristig zu reduzieren. Die Entscheidungsträger in der Regierung und der EU werden über Subventionen und gesetzliche Regelungen eine wichtige Rolle bei diesem Wandel spielen.“

„Die Zukunft der Mobilität ist elektrisch“, sagte der Vorstandsvorsitzende der ABB AG, Hans-Georg Krabbe. „Als weltweit führender Anbieter von Elektromobilitätslösungen werden wir diese Entwicklung mit unserer Expertise, bewährten Produktlösungen und weiteren Innovationen mitgestalten. Wir werden damit dazu beitragen, den Übergang in das Zeitalter der Elektromobilität gemeinsam mit der Politik, der Industrie und anderen Organisationen vorantreiben. Das Ziel muss auch sein, die Rolle Deutschlands als Automobilnation Nummer eins zu halten.“

ABB als führender Ladeinfrastrukturanbieter hervorgehoben.

Die Studie hebt ABB als führenden Ladeinfrastrukturanbieter im Bereich der Elektromobilität hervor. Mit einer Ladeleistung von bis zu 350 Kilowatt kann die neue ABB-Schnellladesäule Terra High Power in nur 8 Minuten Ladezeit eine Batterie für eine Reichweite von 200 Kilometern nachladen. Mit Hilfe dieser Technologie kann die Anzahl der benötigten Schnellladesäulen erheblich verringert werden, da die mögliche Ladeleistung von bislang etwa 150 Kilowatt mehr als verdoppelt wurde und somit komfortableres Laden und akzeptable Wartezeiten Wirklichkeit werden. ABB-Ladegeräte kommen auf der ganzen Welt zum Einsatz. Kürzlich bekam ABB den Auftrag zur Lieferung von Schnellladesäulen von Electrify America, dem bisher ehrgeizigsten Infrastrukturprojekt zum Ausbau der Elektromobilität in den USA. ABB hat bereits mehr als 6.500 Stationen in 60 Ländern installiert.

Die digitalen Lösungen aus dem ABB AbilityTM-Portfolio stellen sicher, dass Ladegeräte rund um die Uhr verfügbar bleiben. Die ABB AbilityTM-Connected-Services für Elektrofahrzeug-Infrastruktur ermöglichen die kontinuierliche Überwachung einzelner Ladestation und unterstützen eine proaktive Wartung sowie den schnellen und effizienten Service im Bedarfsfall.

ABB bietet zudem auch die komplette Palette an Ladelösungen für Elektro- und Hybridbusse sowie Elektrifizierungslösungen für Schiffe und Eisenbahnen an.

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