Piratenpartei will freien Nahverkehr in Stuttgart.

Foto: Piratenpartei

Es ist interessant zu sehen, was ein Wahljahr mit normalerweise grundvernünftigen Menschen macht. Je nach politischer Gesinnung werden die einen immer linker als sie es im normalen Leben wären und wieder andere werden regelrecht zum Faschisten, um wieder auf die populäre politische Agenda gesetzt zu werden.

Die Piratenpartei in Stuttgart hat sich nun, ähnlich wie es auch schon mal Linke versucht haben, zum Ziel gesetzt den öffentlichen Nahverkehr in Stuttgart für die Bürgerinnen und Bürger verstärkt zu „öffnen“. Nicht etwa mit einem Sozialticket sondern Fahrscheinfrei über die Abrechnung einer Nahverkehrsabgabe.

Staus verursachen immense Kosten in Stuttgart

Staus kosten die Stuttgarter Wirtschaft laut Schätzungen der Industrie- und Handelskammer jährlich 400 bis 500 Millionen Euro, etwa durch höhere Lieferkosten. Die Piratenpartei Stuttgart fordert nun, dass daraus Konsequenzen gezogen werden und der öffentliche Personennahverkehr erheblich ausgebaut wird.

„Mit den Geldern, die hier verloren gehen, könnte der ÖPNV massiv ausgebaut und vergünstigt werden“, kommentiert Michael Knödler, Direktkandidat der Piraten im Wahlkreis Stuttgart I. „Davon würden sowohl die Bahnfahrer als auch die Autofahrer, die weniger im Stau stünden, profitieren.“

Jobsuchende werden von behäbigen Verkehr abgeschreckt

Langfristig werde die Stadt Stuttgart dies auch an entgangenen Gewerbesteuern bemerken. Unternehmen werden weniger stark neu in Stuttgart investieren, da Jobsuchende von dem schwerfälligen Verkehr abgeschreckt werden.

„Leider beweisen die anderen Parteien immer wieder, dass sie sich erst dann mit Problemen beschäftigen, wenn sie akut sind“, so Knödler weiter. „Dann ist leider bereits großer Schaden entstanden und das Problem schwieriger zu lösen. Wir wünschen uns, dass in Zukunft mit etwas mehr Weitsicht vorgegangen wird.“

Die Piratenpartei setzt sich für einen fahrscheinfreien öffentlichen Personennahverkehr ein. Dieser sollte durch eine Nahverkehrsabgabe finanziert werden. Eine Rechnung aus dem letzten Bundestagswahlkampf zeigt, dass dies möglich wäre.

 

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