„Nach dem Dieselgipfel nicht so weiter machen wie zuvor“

Martin Burkert, der Vorsitzender der Landesgruppe Bayern in der SPD-Bundestagsfraktion und Vorsitzender des Verkehrsausschusses, hat sich erneut zum vergangenen Dieselgipfel bzw. den Erkenntnissen der letzten Woche in diesem Zusammenhang geäußert Burkert spricht genau wie auch schon die Bundesumweltministerin Hendriks in der Talkshow Dunja Hayali relativ Klartext und erklärt den Dieselgipfel in den Erwartungen an ihn gescheitert.

Seiner Auffassung nach wurde keinerlei Vertrauen zurück gewonnen, und in den deutschen Großstädten drohen nach wie vor Fahrverbote.

Deutschland benötige einen Masterplan Verkehr

Burkert habe große Sorge, dass man nach diesem einmaligen Dieselgipfel wieder zur Tagesordnung übergehe. Wir bräuchten dringend eine Verkehrswende in Deutschland, um die Klimaziele bis 2050 zu erreichen. Mit aller Kraft und Verantwortung müsse ein Masterplan Verkehr erstellt werden, der zur deutschland- oder gar europaweiten Mobilitätswende führt.

„Bezüglich der drohenden Fahrverbote bin ich vollkommen auf der Seite des Münchner Oberbürgermeisters Dieter Reiter. Die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger hat oberste Priorität. Fahrverbote als Ultima Ratio stehen somit weiterhin im Raum, insbesondere weil die Maßnahmen des Dieselgipfels nicht ausreichen. Wir brauchen meines Erachtens eine behördliche Trennung von Genehmigung und Kontrolle für Fahrzeuge“ so Burkert.

Die Autofahrer dürfen nicht auf dem Schaden der Industrie sitzen bleiben

Die Automobilkonzerne haben mit der Diesel-Technologie jahrelang sehr viel Geld verdient. Der Ausstieg aus dem Diesel hat unweigerlich begonnen und muss nun sukzessive und koordiniert erfolgen. Die Autofahrer dürfen nicht die Zeche zahlen.

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