Martin Winterkorn: Gesamtes Vermögen in Gefahr.

Foto: Wikimedia

Ob sich der Abgasskandal für den Ex- Topmanager Prof.Dr.Martin Winterkorn gelohnt hat, entscheidet sich vermutlich schon bald vor deutschen und vor internationalen Gerichten. Wie in den vergangenen Tagen in der Presse bekannt wurde, ermitteln nun auch amerikanische Behörden gegen Winterkorn. Zweieinhalb Jahre nach bekanntwerden des Abgasskandals hat die US- Justiz nun Anklage gegen Martin Winterkorn erhoben und in diesem Zuge auch einen Haftbefehl erlassen. In den USA drohen dem ehemaligen Topmanager aktuell nun 25 Jahre Haft, in Deutschland immerhin der Totalverlust seines Vermögens. Beides ist für einen erfolgsverwöhnten Manager kein rosiger Blick in die Zukunft.

Mehrere Vorwürfe gegen den Manager, die auch für den Konzern in den USA weitere Folgen haben wird.

Dass Winterkorn an die US-amerikanische Justiz ausgeliefert wird, ist unwahrscheinlich bis ausgeschlossen. Als deutscher Staatsbürger wird dieser Kelch wohl an ihm vorüber gehen. Vielmehr im Interesse der US Justiz sind die Regressforderungen gegen VW, die durch dich Klage nun noch einmal beflügelt werden dürften.

Die US Justiz ist davon überzeugt, dass Winterkorn bereits vor dem Bekanntwerden des Dieselskandals von den Manipulationen wusste uns sogar angeordnet haben soll  den Betrug zu vertuschen. Auf diese Straftat steht in den USA laut einem Gerichtssprecher eine Geldstrafe in Höhe von 250.000 Dollar und rund 25 Jahre Gefängnis.

Öffentliche Schelte oft das endgültige Karriereende.

Das in Deutschland zur Disposition stehende Vermögen des Vorstandes, der in seiner Lebenskarriere rund 100 Millionen Euro verdient haben soll, ist wohl ebenfalls nur ein Trofpen auf den heißen Stein, stellt man den durch den Abgasskandal entstandenen Schaden in Relation.  Es bleibt abzuwarten, was bei all dem Säbelrasseln am Ende herauskommt. Blickt man auf vorangegangene Skandale etwa die mutmaßliche Steuerhinterziehung des Ex-Postchef Zumwinkel, sieht die Zukunft böse aus. Nach der öffentlichen Schelte war es um Zumwinkel geschehen. Die Kurve zu einem ehrbaren Kaufmann wird der Manager nicht mehr bekommen.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Kommentar verfassen