Für Geschwindigkeitssünder soll die Kfz-Versicherung teurer werden

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Noch sind die Bußgeldbescheide des letzten Blitz-Marathons wohl noch nicht zugestellt, da rollt schon die nächste Angriffswelle auf das Portemonnaie der Autofahrer auf uns zu. Die Versicherungen machen die Prämien für Raser im Straßenverkehr nun teurer. Grundsätzlich keine schlechte Idee, aber kann man so die Straßen sicherer bekommen?

Versicherungsprämien für Raser teurer

Die meisten Deutschen sind der Auffassung, dass Raser in Deutschland zu lasch bestraft werden. Letztlich entfallen viele Todesfälle im Straßenverkehr auf die Folgen von mutwillig überhöhter Geschwindigkeit. Kürzlich jedoch würde ein Raser in Berlin des Mordes angeklagt, weil er bei einem illegalen Autorennen in Berlin einen Geländewagen torpedierte und der Fahrer noch an der Unfallstelle starb. Das Strafmaß scheint noch nicht wirklich gefunden zu sein, auch weil jeder Fall individuell zu bewerten ist.

Der Blitzer-Marathon als pädagogische Maßnahme verfehlt für viele Kritiker sein Ziel, denn trotz Ankündigung fahren regelmäßig reihenweise Autofahrer in die aufgestellten Blitzer. Scheinbar sollen die Kritiker Recht behalten.

Angeblich 50 Versicherungen haben die Preise schon angehoben

Nun allerdings wollen wohl auch die Versicherer etwas vom großen Kuchen der Melkkuh Autofahrer abhaben. Für Verkehrssünder allgemein erhöhen die Versicherer nun die Preise. Wer über Punkte in Flensburg verfügt – auch solche, die nicht aus Rasereien stammen, muss mehr zahlen. Zumindest will das das Vergleichsportal Check24 bei 50 Versicherungen herausgefunden haben.

Preisaufschläge im teuersten Falle sind mit bis zu 29% zu beziffern. Deine Versicherung aus Süddeutschland übertreibt gar und verwehrt den Verkehrssündern schlicht jeden Tarif. Kurzum: Sie verweigert komplett die Aufnahme. Wie lange eine Versicherung sich dieses allerdings finanziell erlauben kann, wird sich zeigen.

Grundsätzlich ist der Ansatz, die KFZ-Versicherungsbeiträge für notorische Temposünder zu erhöhen aber nicht verkehrt. Evident ist nämlich, dass diese einem höheren Risiko ausgesetzt sind, einen Unfall zu produzieren. Schön wäre es, wenn die Prämien für alle ordentlichen Autofahrer günstiger würden. Damit wird aber wohl nicht zu rechnen sein.

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