Ckeckliste vor Fahrtantritt in den Urlaub

Foto: GTÜ

Autoankauf Online berichtete bereits in den vorangegangenen Postings darüber, dass nun die ersten Reisewellen starten. Neben dem Thema des Vorankommens bei unzähligen Baustellen auf den wichtigsten Hauptverkehrsstraßen der Republik kommt natürlich ebenfalls der Aspekt des „überhaupt Ankommens“ auf die Agenda der wichtigen Fragen zur Urlaubsplanung. Wer mit seinem Fahrzeug ansonsten hauptsächlich in der Stadt unterwegs ist und zum Arbeitsplatz pendelt, der lässt die regelmäßige Wartung des Fahrzeugs schon gern einmal schleifen.

Bei längeren Fahrten – etwa in den Urlaub – kommen diese Versäumnisse dann schwerwiegend zum Tragen. Etwa durch das Liegenbleiben des Fahrzeuges auf der Autobahn. Dies ist dann häufig bereits das Ende der guten Laune zum Ferienbeginn. Mit der Erholung jedenfalls ist es dann erst einmal ebenfalls vorbei. Die GTÜ, ruft deshalb richtigerweise dazu auf, vor dem Reiseantritt das eigene Fahrzeug selbst zu checken.

GTÜ: Checkliste: Das sollten Sie vor dem Reiseantritt am eigenen Auto prüfen.  

Reifen. Checken Sie die Lauffläche und Flanken auf Beschädigungen, um nicht unterwegs von einem – oft genug vorhersehbaren – platten Reifen überrascht zu werden. Die Pneus sollten zumindest noch eine Profiltiefe von 3 mm aufweisen, um auch bei Nässe ausreichend Sicherheit zu bieten.

Luftdruck. Bei der Beladung des Fahrzeugs muss der Reifendruck entsprechend angepasst werden, manchmal um bis zu 50%.  Ansonsten werden die Pneus übermäßig verschlissen. Die richtigen Werte dazu stehen in der Bedienungsanleitung oder im Tankdeckel, manchmal auch im Einstieg der Fahrertür.

Reserverad/Pannenset. Prüfen Sie stets auch den Zustand des Reserve-/Notrads, damit es im Pannenfall auch einsatzbereit ist. Stimmt der Luftdruck? Ist das Profil in Ordnung? Wie alt ist das Reserve-Rat? Ab 6 Jahren sollte man über einen Austausch nachdenken, denn auch nicht benutzte Reifen werden durch die Lagerung porös und brüchig. Befindet sich statt eines Reserverads ein Reifen-Pannenset im Kofferraum, so überprüfen Sie die Funktion des Luft-Kompressors und das Alter des Reifendichtmittels. In der Regel sollte die Flasche mit dem Flüssigkautschuk alle fünf Jahr ausgetauscht werden, um die Sicherheit und Funktionalität zu gewährleisten.

Motoröl. Überprüfen Sie den Ölstand! Nehmen Sie vorsorglich Reserveöl mit, am besten die gleiche Spezifikation, die beim letzten Ölwechsel eingefüllt wurde. Sollte Ihnen bei der Prüfung des Ölstandes das Motoröl am Peilstab extrem dunkel vorkommen, könnten das Anzeichen für eine schlechte Verbrennung des Motors oder zu stark gealtertes Öl sein. Motorpannen sind so gerade bei längeren Fahrten sehr wahrscheinlich.

Batterie. Für Laien ist die Prüfung einer Batterie eher schwierig. Wenn die Lichtmaschine in Ordnung ist, sollte im Sommer eine normal beanspruchte Batterie eine Urlaubsreise gut durchstehen, selbst wenn sie schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat. Prüfen Sie den Säurestand der Batterie. Wartungsfreie Akkus haben häufig ein Sichtfenster mit einer Farbanzeige zur Kontrolle des Zustandes. Weißes Pulver an den Batteriepolen ist ein Indiz für eine Schädigung des Akkus. Ein Austausch noch vor Reiseantritt wird empfohlen.

Keilriemen & Antriebsriemen. Schauen Sie unter die Motorhaube auch einen Blick auf Keilriemen, Kühlschläuche und Zündkabel. Ausgefranste Keilriemen können leicht reißen, Probleme deuten sich auch an, wenn der Keilriemen beim Fahren quietscht. Zündkabel und Kühlschläuche sind häufig Opfer von Marderbissen. Schäden sollten vom Fachmann begutachtet und bei Bedarf beseitigt werden.

Bremsflüssigkeit und Kühler. Überprüfen Sie auch die Füllstände von Kühlwasser und Bremsflüssigkeit. Unterhalb des Minimums muss nachgefüllt werden. Zeigt die Markierung zu viel Bremsflüssigkeit, sollten Sie noch vor dem Urlaub an einen Wechsel denken. Ein zu hoher Wassergehalt könnte die Bremswirkung auf Passabfahrten gefährlich beeinträchtigen.

Scheiben und Scheinwerfer. Ein Blick auf Scheiben und Scheinwerfer ist wichtig, um Schäden zu erkennen. Steinschläge in der Windschutzscheibe können sich während der Fahrt zu veritablen Rissen verschlimmern. Scheinwerfer und Blinker müssen natürlich funktionieren. „Einäugig“ loszufahren ist fahrlässig und gefährlich.

Kontrollleuchten. Moderne Autos verfügen meist über hochwertige Diagnoseeinrichtungen. Fehlfunktionen werden im Kombiinstrument per Warnleuchte und/oder Piepser gemeldet. Ignorieren Sie solche Warnungen niemals! Fahren Sie nie aufs Geratewohl los, sondern im Zweifel lieber zuerst in die Werkstatt.

Sowieso Pflicht: Warnweste, Warndreieck und Verbandskasten

Und wenn es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zur Panne kommt, dann sollten Sie wenigstens gerüstet sein. Die GTÜ rät: Denken Sie beim Packen auch an Getränke für heiße Tage sowie Taschenlampe, Regenjacke und leichte Handschuhe, damit Sie im Pannenfall des Nachts oder bei Nässe und Kälte nicht schutzlos dastehen. Warnweste, Warndreieck und Verbandskasten sind ohnehin Pflicht. Nicht nur in Deutschland.

 

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